Was wurde aus Ihren guten Neujahrsvorsätzen?

Der Weg zur Hölle ist mit guten
Vorsätzen gepflastert.

Wie geht es eigentlich Ihren guten Vorsätzen, die Sie sich in der Silvesternacht vorgenommen haben? Die Statistik sagt, dass nach drei Wochen im neuen Jahr die ersten Vorsätze bereits in Vergessenheit geraten sind; nach einem halben Jahr verfolgen nur noch die Hälfte der mit guten Vorsätzen angetretenen Menschen ihre Ziele. Langfristig setzen nur etwa 8 Prozent der Menschen ihre Neujahrsvorsätze um. Der Spruch „Der Weg zur Hölle ist mit guten Vorsätzen gepflastert“ geht auf den englischen Schriftsteller Samuel Johnson (1709–1784) zurück.

Die beliebtesten Neujahrsvorsätze 2026
Laut dem Datenportal statista haben sich 52 Prozent der Befragten für das Jahr 2026 vorgenommen, mehr zu sparen. Die Hälfte will sich gesünder ernähren. Auf den Plätzen drei und vier im Ranking der häufigsten guten Vorsätze folgen mehr Sport treiben (48 Prozent) sowie Gewichtsreduktion (37 Prozent). Weitere beliebte Ziele sind: mehr Zeit mit Familie und Freunden verbringen, nachhaltiger leben, weniger Alkohol trinken oder soziale Medien seltener nutzen.

Und warum scheitern wir?
Das größte Hindernis bei der Umsetzung unserer guten Vorsätze ist unser Gehirn, denn das sucht unbedingt Bestätigung, besonders, wenn es um Belohnungen geht. Die Neurowissenschaften erklären, dass unser Gehirn besonders stark auf Belohnungen reagiert. „Belohnen“ wir uns z. B. mit einer Süßigkeit, wird der Neurotransmitter Dopamin freigesetzt, der ein positives Gefühl erzeugt. Das Gehirn lernt: Diese Handlung lohnt sich. Solche Reiz-Reaktionsmuster werden unbewusst gespeichert und sind nur schwer zu durchbrechen. Neue Vorsätze erfordern dagegen bewusste Entscheidungen und aktive Kontrolle. Das kostet Energie und Durchhaltevermögen – vor allem in stressigen Phasen des Alltags. Vage oder zu ambitionierte Ziele verlieren dann schnell an Bedeutung und geraten in Vergessenheit.

Was hilft?
Psychologische Forschung zeigt, dass gute Vorsätze seltener scheitern, wenn sie realistisch, konkret und alltagsnah formuliert sind. Entscheidend ist dabei nicht allein der Wille, sondern die Art der Planung. Gute Vorsätze sollten möglichst konkret formuliert und in kleine, machbare Schritte unterteilt werden. Statt „Ich will mehr Sport machen“ also eher„Ich gehe jeden Sonntag früh eine Stunde ins Gym.“ Auch der Zeitrahmen spielt eine Rolle. Die nachhaltige Veränderung von Gewohnheiten dauert zwischen zwei und fünf Monaten. Es ist also auch für Ihre Vorsätze noch nicht zu spät! Und da die meisten Vorsätze sich Jahr für Jahr wiederholen, heben Sie Ihre Liste doch gleich für das nächste Jahr auf. Viel Spaß beim Wiederentdecken und im nächsten Anlauf viel Erfolg.