Frühlingsstart im

Gemüsegarten

Frisch, zart und schnell geerntet – Mairübchen gehören zu den ersten Gemüsen des Gartenjahres. Wer sie selbst anbaut, wird schon nach wenigen Wochen mit knackigen Rübchen belohnt. Ob durch Aussaat oder als Jungpflanze gesetzt, der Anbau gelingt einfach und macht Lust auf Frühling im Beet.

Mairübchen selbst anbauen
Mairübchen (Navetten) sind schnellwüchsig und einfach anzubauen. Sie zählen zu den ersten Gemüsen im Gartenjahr und eignen sich ideal für Beete, Hochbeete oder größere Pflanzgefäße. Sie bevorzugen einen sonnigen bis halbschattigen Standort mit lockerem Boden. Ideal ist ein leichter, humoser Sandboden. Vor dem Pflanzen den Boden gut auflockern.

Aussaat
Die Direktsaat erfolgt von März bis August (Reihenabstand 20–25 cm, Tiefe 1–2 cm), die Ernte bereits nach 6 bis 8 Wochen. Samen werden etwa 1–2 cm tief gesät. Nach ca. 7–12 Tagen keimen sie. Dann sollten die Pflänzchen auf einen Abstand von 10–15 cm vereinzelt werden. Wichtig ist eine gleichmäßige Feuchtigkeit zur Vermeidung von Holzigkeit. Die Pflanzen sollten gleichmäßig feucht gehalten werden. Zu wenig Wasser macht die Rüben holzig. Eine zusätzliche Düngung ist meist nicht notwendig, da Mairübchen zu den genügsamen Kulturen zählen.
Nach etwa 7–8 Wochen (ca. 5–7 cm Durchmesser) sind sie erntereif. Werden sie rechtzeitig geerntet, bleiben sie besonders zart und aromatisch. Nicht zu lange im Boden lassen, da sie sonst pelzig werden können.

Jungpflanzen setzen
Mairübchen lassen sich auch als vorgezogene Jungpflanzen anbauen. Das Pflanzen ist vor allem im Frühjahr eine gute Alternative zur Aussaat, wenn eine schnellere Ernte gewünscht ist. Natürlich sollten die Pflanzen genügend Platz zur Entwicklung haben. Mairübchen lassen sich auch in ganz normalen Blumentöpfen anpflanzen. Dabei sollten die Töpfe groß genug sein, damit sich die Rüben an einem sonnigen bis halbschattigen Standort gut entwickeln können.
Geerntet werden die Rübchen mit Hilfe einer Grabegabel, die neben der Rübe in den Boden gesteckt wird, um sie damit herauszuheben. Man zieht sie am Stiel aus der Erde.

Mairübchen richtig lagern
Mairübchen sind ein sehr lagerfähiges Gemüse. Im Kühlschrank halten sich die Rüben für bis zu vier Wochen. Dabei sollte beim Einlagern das Grün abgedreht werden, da es die Lagerfähigkeit negativ beeinflussen kann. Am besten werden die Rüben locker in das Gemüsefach gelegt oder in ein leicht feuchtes Tuch eingeschlagen.

Bei größeren Mengen bietet sich die Lagerung im kühlen Keller an. Dafür legt man die Rüben am besten in eine Kiste mit angefeuchtetem Sand und schließt den Deckel. An einem kühlen, dunklen Ort halten sie sich so bis zu acht Wochen. Wer seine Rübchen noch länger lagern möchte, sollte sie einfrieren. Dafür müssen die Mairübchen geschält, kleiner geschnitten und anschließend kurz blanchiert werden. Nach dem Abkühlen können sie eingefroren werden und sind so für etwa zehn Monate haltbar.

Mairübchen-Sorten:
• Snowball (Schneeball): eine sehr beliebte, rein weiße Sorte, die für ihre gleichmäßigen, runden Knollen bekannt ist.
• Purple Top Milan (lila-weiß): eine Sorte mit violetter Schulter und weißem Körper, die an Rettich erinnert, aber deutlich milder ist.
• Platte Witte Mei (Platte Weiße Mai): eine ältere, weiße Sorte, die wieder an Beliebtheit gewinnt.
• Goldball (Golden Ball): eine traditionelle Sorte mit gelber Schale und Fleisch, die sich gut für den späteren Anbau eignet.
• Petrowski: eine ebenfalls gelbe, plattrunde Sorte.
• Market Express: eine gängige, schnellwüchsige Sorte.