Mangold

Spitzenreiter unter den Vitaminbomben

Neben Grünkohl, Brokkoli und Spinat gehört Mangold zu den gesündesten Gemüse-sorten der Welt. Durch seine Sortenvielfalt als Blatt- und Stielmangold ist er vielseitig in der gesunden Küche anwendbar und ist im Garten oder im Kübel auf dem Balkon auch unkompliziert anzubauen.

Mangold ist mit der Roten Bete verwandt, wurde schon vor Jahrtausenden im Zweistromland angebaut und verbreitete sich im gesamten Mittelmeerraum. Von den alten Römern und Griechen wurde er sowohl als Lebensmittel wie auch als Heilpflanze sehr geschätzt. In Mitteleuropa gehörte Mangold im Mittelalter zu den wichtigsten Gemüsepflanzen. In unserer Zeit fast vergessen, überzeugt das äußerst gesunde Gemüse heute zunehmend wieder Gesundheitsbewusste und Feinschmecker. Es gibt ihn als Schnitt- oder Blattmangold, dessen Blätter wie Spinat zubereitet werden, und als Stiel- oder Rippenmangold, dessen verdickte Blattstiele wie Spargel verzehrt werden. Vor allem die bunt gefärbten Sorten enthalten viele pflanzliche Farbstoffe, die so genannten Betalaine, die für ihre antioxidative Wirkung bekannt sind. Erwiesenermaßen wirken sie gegen oxidativen Stress, Entzündungen und Fettstoffwechselstörungen und unterstützen Behandlungen gegen Arteriosklerose, Bluthochdruck und Krebs. Insgesamt gehört Mangold bei den Mikronährstoffen zu den wirksamsten Lebensmitteln. So enthält er nennenswerte Anteile Folsäure, die Gefäßerkrankungen entgegenwirkt, Vitamin E, das als Anti-Aging-Vitamin bekannt wurde, und Vitamin K, das für die Blutgerinnung wichtig ist. Mangold ist reich an Carotin, Vitamin C, Calcium und Eisen und liefert nur 14 kcal pro 100 g.


Im Mangold stecken mehr Ballaststoffe als in den meisten anderen Blattgemüsen.
Sie steigern das Sättigungsgefühl und senken den Cholesterinspiegel. Wie Rhabarber und Spinat enthält auch Mangold Oxalsäure, die die Aufnahme von Vitaminen und Mineralstoffen behindern kann. In normalem Maße genossen, überwiegen jedoch die Vorzüge von Mangold für die Ernährung, wenn man darauf achtet, in der gesamten Nahrung ausreichend Calcium, Magnesium und Vitamin C aufzunehmen. Mangold speichert Nitrat, Bio-Mangold ist weniger belastet. Bei Babynahrung ist allerdings Vorsicht geboten – generell sollten Mahlzeiten mit Mangold nicht aufgewärmt werden. Mangold mit seinem aromatischen Geschmack und seiner hervorragenden Nährstoffbilanz ist eine Bereicherung des Speisezettels.

Der Name Mangold kommt vermutlich vom altdeutschen Wort Managolt oder Managwal
und bedeutet „Vielherrscher“, was hier eine vorherrschende Pflanzenart meint.